Kategorie Archiv: Unser Update

Erfolgreicher Juni von Martin Abels

Alter Dino... vermutlich älter als sein Fänger 😉

Präzison ist mir besonders wichtig. Die Brille hilft mir bei wenig Restlich meine Montage im Flug zu verfolgen um so sicher zu gehen dass sich nichts verwickelt.

Dieser-alte-Kämpfer-trieb-mir-im-Drill-die-ein-oder-andere-Scheißperle-auf-die-Stirn.-Nach-der-ersten-30-Meter-Flucht-dachte-ich-schon-an-den-Hauptgewinn….

Nach-dieser-Nacht-gewannen-die-Eichenprozessionsspinner-die-Oberhand-eroberten-gar-mein-Zelt-und-ließen-mich-für-einige-Zeit-den-Spaß-am-Angeln-verlieren….

Auch-dieses-Frühjahr-hat-an-manchen-Seen-wieder-einige-Fische-dahingerafft.-Ob-es-an-zu-gut-gemeinten-frühzeitgen-Futteraktionen-mancher-Jungs-lag…

Daniel und Sakia am Etang Gaulois

Erfolgsköder Tangerine Honey 2.0

Shortsessions:

Mein Saisonstart dieses Jahr war für meinen Geschmack relativ spät. Konnte ich im vergangenen Jahr schon im Januar die ersten Fische überlisten, bedeckte dieses Jahr eine dicke Eisschicht die Seen meiner Region bis Mitte März. Doch pünktlich zur erlösenden Eisschmelze hatte ich das Glück, bei einem Gewinnspiel von twelve ft. in Zusammenarbeit mit R&L Baits, 20kg von den überarbeiteten Tangerine Honey 2.0 zu gewinnen.

Bis zu meiner ersten längeren Session vertrieb ich mir so meine Zeit an einem ca. 3ha großen Weiher. Schon in den ersten Kurzsessions brachte mir dieser instant Boilie gute Erfolge. Zusammen mit Dosenmais und halbierten oder gecrushten Boilies platzierte ich meine Ruten in den Flachwasserbereichen des Sees.

Abgerundet

Als Hakenköder kamen entweder die passenden Wafter oder ein einzelner 16mm Boilie mit Fakecorn zum Einsatz. Fast immer ummantelte ich meine Köder noch mit der Baitpaste, um extra Attraktion an meinen Hakenköder zu bringen.

Aufgrund von Abiturvorbereitungen kam ich auch in den folgenden Wochen „nur“ zu Kurzsessions. Zu meiner Verwunderung konnte ich in der kurzen Zeit schon die ersten Doppelfänge in meinem Fangbuch vermerken. Zu einem ist es ein gutes Zeichen, dass das Futter gerne gefressen wird. Doch auf der anderen Seite, kann der allgemeine Fischbestand des Sees nicht mehr so groß sein.

Osterwahnsinn:

Das lange Osterwochenende gilt wohl für die meisten Karpfenangler als der Startpunkt für die neue Saison. Die Wetterfrösche prophezeiten sommerliche Temperaturen und so würde sicherlich jeder an den See fahren. Ich entschied mich dazu den Vorteil meiner Osterferien zu nutzen und dem großen Trubel gekonnt aus dem Weg zu gehen. So fuhr ich erst am Dienstag danach an mein diesjähriges Jahreskartengewässer. Nach etlichen Autobahnkilometer kam ich endlich an einem mittelgroßen Baggersee an. Es stand nur noch ein anderes Camp am ganzen See und das sollte sich die nächsten Tage auch nicht ändern.

Da ich dieses Gewässer bis dato noch nicht befischt hatte, suchte ich mir eine eher zentral gelegenen Stelle. Nachdem mein Camp stand drehte ich eine große Runde mit dem Echolot um mir ein klares Bild von dem Bereich vor mir zu machen. Eine Klopfrute um die Bodenbeschaffenheiten zu erkunden darf meiner Meinung nach bei der Spotsuche nicht fehlen. Und so fand ich zwei für mich passende Spots und legte dort meine Ruten ab. Da ich nichts über den Weißfischbestand wusste entschied ich mich dazu erstmals nur mit ein paar Händen Boilies zu füttern.

Der erste Tag verlief leider ruhig. Vor dem Schlafengehen kontrollierte ich nochmal die Ruten, damit auch alles passt und ich mich beruhigt hinlegen konnte. Bis spät in den Abend hinein saß ich noch am See und beobachtete das Wasser. Langsam begannen sich auch die ersten Karpfen durch springen zu verraten. Nur eine kurze Zeit, nachdem ich es mir auf der Liege bequem gemacht hatte, lief auch schon die erste Rute ab. Nach einem kräftigen und langen Drill lag der erste Fisch auf der Matte. Ein Schuppi mit knapp 15kg bescherte mir einen super Einstand an diesem See und war der Startschuss einer genialen Session.

In der Nacht und dem Tag darauf konnte ich noch weitere schöne Fische landen. Die Wetterbedingungen waren ideal. Ein milder Wind aus Westen durchmischte das Wasser und der Luftdruck blieb konstant auf Normalwert. Aufgrund der darauffolgenden Fischaktivität schraubte ich die Futtermenge ein wenig nach oben und  blieb, wegen des Erfolges, weiterhin dabei nur Boilies zu füttern. Bis zur zweiten Nacht konnte ich so schon 7 Fische auf der Habenseite verbuchen. Die Ruten wurden wieder frisch gemacht und ich startete mit gutem Gefühl in die zweite Nacht. Am Abend hatte ein sehr starker Wind das Wasser nochmal so richtig aufgewühlt. Während ich hoffte, dass mein Zelt nicht gleich abhebt, wusste ich schon, dass diese Nacht bestimmt nicht ruhig verlaufen würde. Und so sollte es auch sein. Zweimal holte mich der Dauerton meiner Bissanzeiger aus dem warmen Schlafsack. Nach einem erneut kräftigem Drill konnte ich meinen Kescher unter einen massiven Spiegelkarpfen schieben. Auf der Matte zeigten sich dann seine wahren Ausmaße. Bei knapp unter 17kg blieb der Zeiger der Waage stehen. Es war somit mein zweitgrößter Karpfen, welchen ich je in Deutschland fangen konnte. Ich war jetzt schon überglücklich, aber als ein paar Stunden später ein wunderschöner Zeiler auf meiner Abhakmatte lag, war diese erste Session an einem für mich neuen Gewässer einfach perfekt!

In diesem Sinne, tight lines! Haut was raus.

Am Ende wartet der Regenbogen….

Lange fieberten wir beide dem Abfahrtstermin entgegen. Vorbereitungen wurden in jeglicher Form getroffen, wobei ein Hauptaugenmerk bei uns immer auf dem verwendeten Futter liegt. Gerade die viel beangelten Fische in den Paylakes wissen qualitativ hochwertiges Futter in angepassten Mengen zu schätzen. Man darf nie vergessen, dass man zumeist in unmittelbarer Konkurrenz zum nächsten Swim und somit auch Futterplatz liegt und wie so oft im Leben – am Ende setzt sich Qualität immer durch. Um auf Nummer Sicher zu gehen nahmen wir für die bevorstehenden zwei Wochen gut 100 Kg Crazy Shit und 50 Kg Cibana Freshbaits mit die ich mir in extra weiß von Rene habe rollen lassen. Der visuelle Effekt ist gerade im Frühjahr vor der Laichzeit manchmal der ausschlaggebende Faktor für den Erfolg. Meiner Erfahrung nach ist es jedoch oft von Vorteil nicht nur den Hakenköder auffällig zu gestalten, sondern auch im Futter einige auffällige Akzente zu setzen. Für den Fall der Fälle rollte ich mir in unseren heiligen Hallen auch noch ein paar Kilos Big Balls zwischen 30 – 45 mm. Mit solchen Kanonenkugeln hebe ich mich nicht nur ziemlich sicher von jedem anderen Angler am See ab, sondern halte mir auch die Möglichkeit offen, eine Rute samt selektivem Beifutter bis zu 4 Tage liegen zu lassen. Bei der Jagd auf die ehr selten gefangenen Exemplare eine gute Taktik.
Nach dem alles perfekt Vorbereitet war, der Bus schon bis unters Dach gepackt war ereilte uns danndoch noch ein echter Schicksalsschlag: Mein treuer vierbeiniger Angelkollege wurde in der Endphase des Bepackens von einem anderen Hund so heftig attackiert und gebissen, dass unser nächstes Ziel nicht in Frankreich, sondern bei dem tierärztlichen Notdienst lag. Gottseidank konnte Buddy wieder zusammengeflickt werden und wir die Tour mit etwas Verspätung doch noch antreten.

Das erste Ziel, der legendäre Lac de Villedon im westlichen Frankreich ist mir kein unbekanntes Wasser, daher wusste ich genau was hier möglich ist und entsprechend hoch waren meiner Erwartungen. Doch in den ersten zwei Tagen und Nächten wurde unsere Geduld auf eine harte Probe gestellt: Nicht ein Fisch ließ sich auf unseren, strategisch günstig gelegte Fallen überlisten. Nachdem wir einige, teils richtig gute Fische im laufe der Tage im tieferen Teil des Sees springen sahen, entschlossen wir uns am dritten Tag eine freie Stelle in diesem Bereich zu beziehen. Hier muss ich auch nochmal erwähnen, dass bei all meinen Trips an französische Paylakes es IMMER möglich war bei Bedarf und nach Absprache den Platz zu wechseln. Dies wird ja oft als KO-Kriterium von vielen Paylake-Gegnern aufgeführt und kann ich mit meinen persönlichen Erfahrungen so wiederlegen. Diese Entscheidung sollte sich auch dieses Mal als goldrichtig herausstellen: In den uns verbleibenden 4 Tagen am Villedon konnten wir mit gemeinsam mit einem befreundeten Pärchen 13 Fische von denen die Hälfte die 20 Kg Marke knackte mit einem Topfisch von 26,5 Kilo. Auffällig war hier, dass wir ausschließlich auf gänzlich unbehandelte Crazy Shit Murmeln aus der Tüte oder Wafter aus der Dose fingen. In irgendeiner Form mit Liquid, Extrakten oder Powdern behandelte Baits brachten keinen einzigen Biss. Vermutlich verbinden die Fische an solch starkt befischten Seen Köder die einfach zu attraktiv sind schneller mit Gefahr. Auch wenn uns der Abschied vom See und von Freddy und Freundin Uschi schwer fiel, so freuten wir uns doch auch schon wahnsinnig auf unsere Ankunft am Etang des Chateliers.

 

Die Tage hier vergingen wie im Flug und wir groovten uns so richtig ein, fingen schöne Fische undhatten einfach eine gute Zeit – so sah Urlaub nach unserem Geschmack aus. Als die Rute auf knapp 350m Entfernung am 5 Tag mal wieder durch einige Pieper und eine Vollkrümmung der Spitze einen Biss vor dem Seerosenfeld ankündigte wusste ich bereits nach dem Aufnehmen der Rute, dass ich da etwas besonders gehakt hatte. Einmal beim Fisch angekommen begann der Tanz dann so richtig. Eine brachiale Flucht folge die nächste und der Fisch zog mich kreuz und quer durch die Rosen. Zum Glück hielt der FOX Edges Armapoint Hook am Ronnie-Rig wie genagelt im Maul der schuppigen Schönheit, die ich nach einer gefühlten Ewigkeit endlich über die Maschen meines Keschers ziehen konnte. „Yeeeeessss!!!“ Was für ein geiles Teil war das denn bitte?! Allein die Größe war schon beeindruckend, doch dieser ganz besondere Ghost-Look machten dieses 24 Kilo Brett zu einem echten Traumfisch und definitiv zum Highlight unserer diesjährigen Frühjahrstour. Wenn uns auch die anstehende Rückkehr in die Zivilisation nicht gerade fröhlich stimmte, so stand doch eines sicher fest: von diesen gemachten Erlebnissen und teils erholsamen Tagen können wir noch lange zehren…zumindest bis es im Juni wieder losgeht!

Ein ganz besonderes Dankeschön an dieser Stelle an den phänomenalen Service den wir immer wieder am Chateliers sehr schätzen und genießen, macht weiter so…

Beste Grüße

Daniel Wysdak

Fieldtester R&L Baits

 

 

Bock auf natur pur ?

Wir können euch einen Aufenthalt am Étang des Châteliers sehr empfehlen, wenn ihr etwas außergewönliches sucht. 

Von vielen Schnüren, scheuen Fischen und trotzdem geilen Fängen!!!

Lasset die Spiele beginnen !

Gemeinsam mit meinem Angelbuddy Mike ging es im April an einen mittelgroßen See im SüdenEuropas. Die Fische hier werden 24/7 365 Tage pro Jahr beangelt. Dauerhaft 100 Schnüre im Wasser ist an diesem sonst sehr naturbelassenen See Normalzustand. Zugegeben war ich zur Geburtsstunde der Idee, an diesen See zu fahren, selbst noch skeptisch und noch nicht ganz im Reinen mit mir. Schließlich sind gerade die großen Fische solcher Pools unglaublich abgezockt und haben über die Maßen sensible Antennen um unsere Fallen zu enttarnen. Erschwerend hinzu kam, dass an diesem Gewässer weder Boote noch Futterboote erlaubt sind.
 

-Es hieß also „back to basics“

 
Genauestes Loten, Markern und Abtasten musste alle nötigen Informationen liefern. Ergo schien auch die Platzwahl eine entscheidende Determinante zu sein. Im April ist es dort im Süden allerdings schon so warm, dass die Fische ihre Winterbereiche verlassen und zum Fressen Strecke machen. Die Herausforderung war nun vielmehr die Fische, und besonders die erfahrenen Kameraden, davon zu überzeugen, auf UNSEREM Futterplatz zu speisen! In den letzten Monaten hatten wir uns bereits an anderen schwierigen Gewässern von unseren Strategien und der passenden Futtertaktik überzeugen lassen. Mehrere Tests an völlig neuen Gewässern zeigten deutlich, dass nicht nur die „Angelnachbarn“, sondern auch die Fische schnell bemerkten, was für Schätze sich in unseren Baitbuckets und Toolboxen befinden. Solche Erfahrungen liefern natürlich das letzte Quäntchen Vertrauen und Entschlossenheit!
Entschlossenheit, die man dringend benötigt, wenn man an solchen Gewässern Big Points einholen will!
 

Freshness MEETS CARPS!

  1.  
 
Die Vorbereitungen begannen schon einige Monate vor dem Trip. Uns war klar, dass wir uns mit den ausgewählten Freshbaitsorten (BEAST & SOLUTION) schon von der breiten Masse abheben würden.Trotzdem wollten wir nichts dem Zufall überlassen, da wir im Vorfeld schon von vielen verzweifelten Heimkehrern hörten, die keinen großen Fisch überlisten konnten. Pimp your Baits war angesagt:
Unsere Beast und Solution in 20 und 24mm (einzelne 30mm als Hookbait für den Fall der Fälle) bekamen also ein Attraktoren Boost. Wir pimpten die eine Hälfte der Baits mit einer Mischung aus zähflüssigem NATURAL ADDITIV GLM (gibt den Boilies einen vor Attraktoren strotzenden unvergleichlichen grünen Film) und dem etwas dünnflüssigeren BEAST LIQUID (sorgt für eine gleichmäßigere Verteilung der Additive). Die andere Hälfte versetzten wir mit dem passenden Solution Dip und gaben noch etwas NATURAL ADDITIV HYDRO LIVER hinzu, um eine möglichst schnelle Lockstofffreigabe im Wasser zu erreichen.
 
Gepaart mit den schnell arbeitenden Solution-Murmeln ist dies eigentlich eine Instant- Geheimwaffe!
 
Doch wollten wir uns genau diese Eigenschaften und das hochwertige Nährstoffprofil des Flagschiff-Boilies zu Nutze machen, um die besonders scheuen Fische zu überlisten! Das fast tägliche „shaken“ des Mixes, damit alle Boilies gleichmäßig benetzt sind, wurde fast zum Ritual. Bei jeder Kontrollöffnung des Eimer spürte ich meine Mundwinkel jedes Mal aufs Neue schlagartig nach oben schnellen!
 
Bewaffnet bis unter die Zähne mit hochattraktiven Baits ging es Richtung Süden. Nach einer entspannten Reise, leckerem Essen und größeren Komplikationen beim Ergattern eines Angelplatzes, konnten wir nun im wahrsten Sinne des Wortes in den „BEAST MODE“ switchen! Wir beobachteten zunächst das wilde Treiben am Wasser. Was wir sahen ähnelte Luftangriffsszenen aus Kriegsfilmen. Wo man hinschaute schlugen Futterraketen in den See ein. Jeder sagte, dass die Fische positiv darauf reagieren würden und es mit Futternachschub verbinden würden. So ganz konnten wir diesen „Zusammenhängen“ keinen Glauben schenken. Gerade die begehrten Großfische über 20kg haben einige Jahre in so einem Gewässer verbracht. Die Vorstellung, dass die dicken Jungs bei so viel Angeldruck immer noch keinen Verdacht schöpfen sollen, schien uns abstrus. Während des Camp Aufbaus nahm die Windgeschwindigkeit stetig zu. Bei Böhen bis 90km/h ein Zelt aufzubauen ist das Eine, gegen solche Winde mit Wurftechniken anzufüttern das Andere! Wir entschieden uns zunächst dafür, nur hochattraktive Singlehookbaitfallen auszulegen und auf weniger Wind zu hoffen. Vielleicht ließ sich an der ein oder anderen Rute schonmal Aktion ausmachen und so weitere Informationen sammeln.
 
 
Unsere Strategie ging voll auf.
 
Mike hatte auf seiner Seite des Platzes wohl eine Schule Karpfen abgepasst und konnte in drei Stunden 4 „kleinere“ Warm Up Carps verhaften! In einer schlafarmen, aber strategiegesprächsreichen Nacht tüftelten wir unseren Plan für alle erdenklichen Bedingungsszenarien aus. Am nächsten Morgen machten wir uns bei nachlassendem Wind daran einen großflächigen Futterplatz aufzubauen. Wir entschieden uns dafür, unsere gepimpten Edelmurmeln auf einer ca. 30 auf 15m großen Fläche zu verteilen. Diesen Platz versuchten wir so weit draußen wie möglich anzulegen. In diesen Bereichen des Sees (ca. 120m+) kennen die Fische meist nur durch Futterraketen haufenweise angeordnetes Futter mit extremvielfältigen Futtermixen, Partikeln usw…
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Wir nahmen viel Ungemütlichkeit und Aufwand auf uns und stiefelten mit Wathosen über 20m in den See um mit Wurfrohren die fürs Sticken getunten Baits auf diese Distanzen zu bringen und ein möglichst natürliches (versprengtes und gleichmäßig verteiltes) „Nahrungsvorkommen“ zu erzeugen. Sobald der Wind nach lies oder gar gänzlich abflaute, sprangen wir in die Hosen und feuerten was das Zeug hielt. Dass uns einige Angelnachbarn für verrückt erklärten störte uns nicht, da wir schon nach kurzer Zeit unsere Matten befeuchten durften. Die Strategie ging voll auf. Auch die großen Exemplare des Gewässers nahmen noch am selben Tag unseren Platz voll an!
 
Auf unserem Großspot legten wir in ausreichendem Abstand 3 Montagen ab. Die anderen Ruten platzierten wir leicht außerhalb des Platzes. Unsere Montagen hielten wir denkbar schlicht aber dennoch mit dem gewissen Unterschied. An einem 4er Super Gap Haken im BlowOut-Rig-Style gebunden, fischten wir einen selbst erstellten Dumble. Ein 2/3 Solution Sinker in der Größe 20mm zusammen mit einem in Beastliquid gedipten 2/3 SlowSinking BEAST-Hookbait in 20mm. Das ergibt einen schwerelosen, „natürlich pendelnden“ und kontrastreichen BigFish Verführer! Nachdem wir uns am zweiten Abend eingegrooved hatten, kam es in beängstigender Regelmäßigkeit zu guten Fängen.
 
Jetzt aber schleunigst ans Wasser! Viele Abenteuer am Wasser und fettes Petri wünscht euch
 
Euer Lorenz
Team R&L Baits

Der richtige Weg…

Unsere Freshbaits im Überblick

15,90 

7,95  / Kg Freshbaits

Top Seller
17,80 

8,90  / Kg Freshbaits

23,80 

11,90  / Kg Freshbaits

13,90 

6,95  / Kg Freshbaits

11,80 

5,90  / Kg Freshbaits

Kalt aber Produktiv

Wenig, aber sehr attraktives und schnell verdauliches Futter – der Stoffwechsel der Fische läuft noch auf Sparflamme. Mit dem neuen Natural Squid Extrakt wurde nicht gegeizt. Um das wenige Futter möglichst präzise an den verheißungsvollen Kantenausläufer zu befördern entschied ich mich für die Spomb – gerade in der Dunkelheit in Punkto Präzison nicht zu schlagen.

Ha – der Plan ist aufgegangen schon kurz nach Einbruch der Dunkelheit schnappe sich dieser, doch etwas ausgemagerte Kollege den kleinen Crazy Shit Schneemann.  Kurz nach Mitternacht  ging der nächste Pieper, dieser schöne Schuppi knallte auf dem flachen Spot in die geschlossene Bremse. Ihm folgte wenig später noch einer aus der Kinderstube.

Kurz vorm Morgengrauen lief die Kantenrute erneut ab, dieses Mal war aber deutlich mehr Druck dahinter. So genagelt gab es für den ersten besseren Fisch der Saison kein entkommen. Eine halbe Stunde später war es hell und ich freute mich richtig an der genialen Färbung

Wenn der Table am Morgen danach so aussieht ist dies immer ein gutes Zeichen 😉

R&L Baits am Chateliers

Vorwort

Über das Thema „Fischen an Pay Lakes“ wurden in den vergangenen Jahren viele negative Zeilen verfasst und immer wieder als das „einfache fischen“ an überbesetzen Seen abgestempelt.

Doch wie ist es denn tatsächlich?

Wer von uns hat es bislang noch nicht probiert an kommerziell betriebenen Gewässern das bisschen Zeit zu verbringen, welche uns zum Fischen bleibt. Wir sind der Meinung, dass es mittlerweile nicht nur eine echte Alternative zum „ normalen“ fischen an den vereinseigenen Seen oder der oftmals völlig überfüllten bekannten Öffentlichen Gewässer im In- und Ausland ist, sondern schon längst ein fester Bestandteil der modernen Karpfenangelei geworden ist. Wir von R&L Baits sind bereits seit einigen Jahren Fans der Fischerei an kommerziellen Gewässern. In den letzten Jahren hat sich das Angebot verschiedenster Gewässer erheblich vergrößert und bietet nahezu für jeden das passende Gewässer, welches man mit seiner persönlichen Angelei kombinieren und optimieren kann.

Seit fast 8 Jahren befischen wir von R&L Baits nun bereits regelmäßig unterschiedliche Seen aus dem Programm von The Carp Specialist. Wir sind immer wieder begeistert von dem erstklassigen Service, den Jeroen und sein Team seinen Kunden bietet. Mittlerweile sind Reisen an  kommerziell betriebene Gewässer ein fester Bestandteil unserer Angelei geworden.  Wir befischen gerne Seen, gelegen in naturbelassener Umgebung. Jedes Gewässer bringt eine neue Herausforderung mit sich, die wir annehmen und uns genau so zum Ziel setzen, Fische zu überlisten, wie wir es an nicht kommerziellen Gewässern tun. Gerne bereisen wir die neuen Gewässer aus dem Programm von The Carp Specialist, die für uns eine besonders große Herausforderung darstellen. Informationen sind nicht in Überfluss vorhanden und somit ist die Angelei immer wieder mit vielen Überraschungen verbunden.

Nach einem turbulenten 2. Halbjahr 2017 standen für uns in diesem Jahr gleich zwei Wochen wohlverdienter Angelurlaub auf unserem To do Zettel. Jedoch waren wir uns in keinster Weise sicher, in welche Richtung es in diesem Jahr gehen sollte. Der Unterschied in diesem Jahr war, dass wir ein Gewässer suchten, an dem wir mit einer unserer neuen Freshbaitrange abschließende Fieldtests durchführen konnten. Ein ausgewogener und vor allem natürlicher Fischbestand ist  für uns bei solchen Reisen essentiell um aussagekräftige Resultate zu erzielen. Ein spontanes Telefonat mit Jeroen war wieder einmal sehr Informativ und wir waren wie immer bestens beraten. Unsere Vorlieben und Voraussetzungen wurden bei der Wahl des Gewässers erneut vollkommen berücksichtigt.  Die Auswahl fiel auf den Etang des Chateliers, gelegen in Westfrankreich. Ein Naturgewässer, welches seit Juli 2017 neu im Programm von The Carp Specialist geführt wird.

Das Gewässer ist sehr ländlich gelegen und bietet einem ein sehr abwechslungsreiches Gewässerprofil. Auf rund 24 ha. Wasserfläche erstrecken sich drei Arme, die völlig unterschiedliche Strukturen bieten und entlang der Ufer nur 11 Angelstellen angelegt sind. Hier wird noch darauf geachtet, dass der Angler einen möglichst großen Bereich hat, den man intensiv und ungestört befischen kann.

Der Etang des Chateliers ist wie so viele Seen in Frankreich, einer der kleineren „Stauseen“, der im 18. Jahrhundert als Nutzgewässer angelegt wurde. Er wird aus zwei Frischwasserbächen gespeist und zum tieferen Ende des Sees gestaut. Die Flussbetten erstrecken sich in mitten zweier Arme, die gleichzeitig die flacheren Bereiche des Sees bilden. Der dritte Arm im Bereich des „Staudammes“ ist wie bei vielen anderen Seen ebenfalls der tiefere Bereich.

Die verschiedenen Seebereiche bieten alle sehr unterschiedliche Gewässerstrukturen, die sich nicht nur in Punkto Wassertiefe unterscheiden.

Jean Paul und Delphine sprechen sogar davon, dass sie drei Seen in einem besitzen.

Die drei verschiedenen Seebereiche unterscheiden sich so sehr voneinander, dass wir empfehlen seine Plätze sorgfältig mit dem Schlauchboot, Echolot und einer Klopfrute oder Stange zu begutachten… es lohnt sich.

Bereiche im Schlamm, die Unmengen an Bloodworms beheimaten, kiesige Untergründe, m² große Granitfelsen oder überhängender Busch- und Baumbestand am Ufer machen es dem Angler nicht gerade einfach, einen für sich ansprechenden Bereich für seine Montagen zu finden. Nicht zu vergessen sind die Bereiche (Platz 4 und 8) die großflächig mit Seerosen bewachsen sind oder ein uriger Baumbestand, welcher im Wasser beheimatet ist. Diese Bereiche sind natürliche Hotspots, die von den Fischen regelmäßig angeschwommen werden. Bei unserem Aufenthalt konnten wir den See aufgrund der nicht ausgelasteten Buchungen sehr gut erkunden und waren erstaunt, welche Möglichkeiten einem an diesem See geboten werden.

Wir besuchten Delphine und Jean Paul am Etang des Chatelier von Mitte bis Ende April. Eine gefährliche Zeit aufgrund des Laichgeschäftes der Fische, die durchaus negativen Einfluss auf den Fangerfolg haben kann. Jedoch kann sich die Zeit vor dem Laichen durchaus auch positiv auf den Fangerfolg auswirken, insofern man die richtigen Tage erwischt, so der Gedanke bei der Terminwahl. Wir haben für 14 Tage Urlaub strategisch der Jahreszeit entsprechend die Platzwahl getroffen. Platz 4 im kleineren der beiden flachen Arme und Platz 5 im Delta des Sees. Beide Abschnitte bieten zum einen eine riesige Wasserfläche, die beangelt werden kann und zum anderen konnten wir nach intensiver Begutachtung feststellen, dass diese beiden Plätze eine ganze Menge Hotspots beherbergt, die das beangeln in keinster Weise langweilig gestaltet. Wassertiefen variieren von 0,60 m bis hin zu 2,10 m und bieten die Möglichkeit die Zugruten der Fische ausfindig zu machen und schlussendlich den ein oder anderen Karpfen zum Landgang zu überlisten.

Die Fische am Chateliers sind unglaublich aktiv und legen große Strecken zurück, um an den bereits erwähnten attraktiven, natürlichen Bereichen Nahrung aufzunehmen. Es ist von Vorteil seine Angelei am Chateliers aktiv und futtertaktisch zu betreiben. Futterplätze, die eine Zeitlang Fisch produzieren, können sich schnell als unproduktiv entwickeln. Hier entscheidet die Taktik und vor allem der Einsatz qualitativ hochwertiger Futtermittel. Das Fallen stellen mit hoch attraktivem, visuellem aber wenig Futter war sehr hilfreich und bewährte sich als eine sehr gute Möglichkeit Bereiche zu finden, die am Chateliers anscheinend regelmäßig von Karpfen zur Nahrungsaufnahme aufgesucht werden. Ein absoluter Pluspunkt für diese Art und Weise der Köderpräsentation am Chateliers ist zweifellos ein Baitboot, welches in Bereichen zum Einsatz kam, wo werfen unmöglich gewesen wäre. Ebenso unmöglich gestaltet sich das füttern auf Distanz geringer Mengen an feinem Futter. Der Einsatz von Schlauchbooten bringt grundsätzlich Unruhe mit sich, die ggf. auf den verschiedenen Spots eine eher kontraproduktive Auswirkung auf den Fangerfolg haben würde.

Produktive Spots haben wir regelmäßig, aber sparsam und zentral mit dem Futterboot per GPS-Autopilot gefüttert, jedoch Zeitweise nicht beangelt. Ziel war es, das Misstrauen der Fische durch gespannte Schnüre und Unruhe gefangener Fische etwas zu minimieren. Der Plan wurde zum Schlachtplan, denn unsere Plätze wurden weiterhin als natürliche Fressplätze akzeptiert und wir konnten nach einigen Tagen bereits regelmäßig Fische auf den Plätzen fangen. Mit der steigenden Anzahl der Fänge erhöhten wir erst die Menge an Futter (Boilies) und vergrößerten die Futterplätze im Anschluss mit dem Schlauchboot um einige m². Zum Einsatz kamen in den ersten Tagen Futtermischungen aus verschiedenste Patikelködern, wie Dosenmais, Hanf und Tigernüssen, halben und zerkleinerten CIB Freshbaits gesoakt in unserem Cloudy Juice Liquid. Die Futtermischungen wurden mit Zunahme der Läufe nach und nach mit mehr Freshbaits gemischt und großflächiger gefüttert. 

Die alles entscheidende Voraussetzung für diese Taktik ist, Futtermittel zu verwenden, die zum einen von Karpfen gut verwertet werden können um zum anderen den Fischen eine dauerhaft potentielle Nahrungsquelle bieten. Wir fingen auf den Spots die meisten Fische auf denen wir diese Taktik angewandt haben. Deutlich zu beobachten war, dass eine Vielzahl der gefangenen Fische unsere gefütterten Freshbaits auf der Matte ausgeschieden hatten und uns somit bestätigten, dass die Fische unsere Futterplätze kompromisslos akzeptierten. 

Die Bisse, welche am Anfang der Session eher zögerlich und vorsichtig kamen, wurden zu Läufen mit Dauerton. Ein durchaus positiver Nebeneffekt ist, dass es am Chateliers keinerlei Beifänge gibt. Lästige Großbrassen oder Welse blieben in den zwei Wochen komplett aus.

Der Fischbestand des Chateliers ist laut Inhaber Jean Paul und Delphine mehr als hervorragend. Im Etang des Chateliers sind etwa 750 bis 800 Karpfen Zuhause. Der Besatz ist nach eigener Erkenntnis grandios, es gibt alle Arten von Karpfen in diesem Gewässer mit einem beachtlichen Durchschnittsgewicht. 

Unsere gefangenen Fische wogen zwischen 12,3 kg und 22 kg, wobei zu erwähnen ist, dass 28 Fische zwischen 16 kg und 18,5 kg wogen und in einem tadellosen, kampfstarken Zustand waren. Gefangene Graskarpfen, die wir an den Haken bekamen, brachten ebenfalls ein Durchnittsgewicht von rund 15 kg auf die Waage. Insgesamt konnten wir in 12 Angeltagen (6 Tage mit 3 Ruten/6 Tage mit 6 Ruten) über 40 Fische auf die Matte legen.

Das Ergebnis ist mit einem solch hohem Durchschnittsgewicht mehr als beachtlich. In einigen Gesprächen mit Delphine und Jean Paul sind in den nächsten Jahren weitere interessante Besatzmaßnahmen aus eigener Zucht geplant.

Für die Angler von uns, die auf etwas mehr Luxus stehen, mit seiner Frau oder Familie ans Wasser reisen möchten, gibt es am Chatelier ebenfalls die Möglichkeit ein Chalet zu buchen welches ausreichend Platz und Luxus bietet eine angenehme Woche Angelurlaub zu verbringen. Die Einrichtung am Chatelier ist mehr als ausreichend und sehr gepflegt. Das Haupthaus, indem eine kleine Kochecke, Kühlschränke und Truhen zur Verfügung stehen ist sehr liebevoll und ordentlich eingerichtet. Es besteht die Möglichkeit sich bei einem Kaffee, Tee oder Bier mit den Kollegen oder Delphine und Jean Paul auszutauschen. Batterien und Ladestationen können ebenfalls im Haus genutzt werden und ein kleiner Tackle- und Baitshop mit dem nötigsten Material ist ebenfalls vorhanden. Die Duschen sind sehr sauber, geräumig und vom WC getrennt.

Der Top Service am Chateliers fängt bereits vor dem Urlaub an. E-Mails, die wir bezüglich diverser Informationen vorab an Delphine gesendet haben wurden prompt und informativ beantwortet.

Delphine spricht wirklich gutes Deutsch und steht gemeinsam mit Ihrem Mann Jean Paul mit Rat und Tat zur Seite. Man erhält informative Tipps rund um das fischen am Etang des Chateliers. Genial ist ebenfalls die Kommunikation via Whats App während des Aufenthaltes mit Delphine, wir wurden z.B. regelmäßig über Fänge oder freie Plätze informiert, wenn wir es wissen wollten. Alles in allem ist der Service am Chateliers mit Abstand der freundlichste und beste, den wir an einem kommerziell betriebenen Gewässer erlebt haben.

Fazit:

Der Chatelier ist ein Gewässer, das eine Reise zu 100% Wert ist und einen sehr interessanten Fischbestand beherbergt. Es ist zu beachten, dass produktives Fischen an diesem Gewässer den Einsatz von einem Boot mit Motor und Echolot erfordert. Wer keines besitzt, kann es sich vor Ort für eine kleine Gebühr leihen. Des Weiteren ist zu erwähnen, dass die Angelei am Chateliers eine anspruchsvolle Aufgabe ist. Eine gewisse Erfahrung ist hier vorausgesetzt und trotz einem beachtlichen Fischbestand werden euch die Fische nicht von alleine in den Kescher schwimmen. Das Angeln am Chateliers würden wir als aktives und taktisches Angeln bezeichnen. Wer ein anspruchsvolles Gewässer in unglaublich schöner Natur erleben möchte ist an diesem Gewässer bestens aufgehoben. Ihr werdet den Aufenthalt genießen.

 

Wir hoffen euch den Etang des Chateliers anhand unserer praxisorientierteren Erfahrungen etwas informativer vorgestellt haben und die Entscheidung an dieses Gewässer zu reisen etwas erleichtert zu haben.

Eurer R&L Baits